Stanzen von Blech

Stanzen auf einen Blick

  • Arbeitsbereich: Kleinformat 1000 mm x 2000 mm, Mittelformat 1250 mm x 2500 mm

  • Blechdicke: 0,8 mm bis 4 mm, werkzeug- und materialabhängig bis 8 mm

  • Automatisches Be- und Entladen für eine effiziente Serienfertigung

  • Stanzen, Umformen, Nibbeln mit einer breiten Werkzeugauswahl

  • Alle verfügbaren Werkzeuge für unsere Stanzmaschine finden Sie in unserem Infoportal.

Werkzeugaufnahme einer TRUM

Stanzmaschinen sind wahre Multitalente bei der Metallbearbeitung

Stanzmaschinen können viel mehr als nur Teile aus einer Blechtafel zu stanzen und Innenkonturen einzubringen.

Beim Umformen werden mit entsprechenden Umform-Werkzeugen Senkungen, Näpfe, Durchzüge und Brücken in das Blech eingebracht. So lässt sich eine Schraubverbindung zwischen zwei Blechteilen sehr einfach umsetzen: Bereits auf der Stanzmaschine wird mit einem Gewindebrücken-Werkzeug in nur einem Hub ein Gewinde in das Blech eingebracht. Ein echter Zeit- und Kostenvorteil gegenüber den üblichen Verbindungen mit Schweiß- und Einpressmuttern.

Beim Nibbeln, also dem Stanzen mit Nachsetzen, wird das Stanzwerkzeug nach jedem Hub nur ein klein wenig versetzt und zwar nur soweit, dass es nicht der gesamten Breite des Stempels entspricht. So lassen sich Formelemente wie Senkungen herstellen, die breiter als die erhältlichen Werkzeuge sind.

Übrigens: In unserem Infoportal finden Sie alle bei uns verfügbaren Werkzeuge für unsere Stanzmaschinen inklusive detaillierter technischer Informationen. Melden Sie sich einfach auf der Webseite portal.merath.com an, um Ihren Zugang zu erhalten.

Vorteile beim Stanzen

Kosten sparen

  • Stanzen, umformen, prägen und Gewinde einbringen auf einer Maschine

  • kurze Rüstzeiten (Vorrüsten der benötigten Werkzeuge im Werkzeugspeicher und automatisierter Wechsel)

  • Verwendung von Multitools, die gleich mehrere Stempelformen umfassen

  • optimierte Tafelbelegung reduziert Materialaufwand

  • Zeitsparen durch automatisierte Be- und Entladung mit dem Trumpf SheetMaster

  • besonders geeignet bei großen Stückzahlen und Standardteilen

Hohe Präzision

  • Geometrisch exakte Formen ohne Einstichlöcher und Wellen

  • Verletzungsrisiko an scharfen Kanten wird durch Entgraten reduziert

  • Stanzkopf kann schnell in beliebige Winkellagen gedreht werden

Der Nachteil beim Stanzen: wir sind bei den Formen und Größen an die Werkzeuge für die Stanzmaschine gebunden. Komplexere Konturen lassen sich daher präziser auf unserer Laserschneideanlage umsetzen.

Was passiert beim Stanzen genau?

Eine Stanzmaschine ist viel mehr als ein überdimensionaler Locher für Bleche, auch wenn sie beide nach demselben Prinzip funktionieren. Beim Bau von Gehäusen ist sie ein wahres Allroundtalent.

Das Stanzprinzip ist schnell erklärt: Ein Blech wird zwischen den Stempel (Oberwerkzeug) und die Matrize (Unterwerkzeug) gelegt und mit Pratzen fixiert. Anschließend bewegt sich der Stempel nach unten und taucht in die Matrize ein. Durch das parallele Aneinandergleiten von Stempel und Matrize wird das Blech getrennt. Nimmt man es ganz genau, entsteht dabei keine durchgängige Schnittkante.

Drückt der Stempel das Blech mit einer maximalen Presskraft von bis zu 22 Tonnen in die Matrize, verformt es sich zunächst und wird durch die weitere Senkbewegung geschnitten. Die entstehende Spannung lässt den Rest des Materials entlang des Schnittes brechen. In der Vergrößerung der Schnittkante lässt sich das Schnitt-zu-Bruch-Verhältnis bestimmen, das unter anderem für die Qualität der Stanzung wichtig ist.

Um nun aus einer Blechtafel ganze Gehäuseteile zu stanzen, trennt der Stanzkopf auf diese Weise mit bis zu 1400 Hüben pro Minute das Blech. Dabei gilt: Je dünner das Blech ist, desto weniger Kraft ist nötig und das beschleunigt den Stanzprozess.

Wird für die Stanzkontur ein anderes Werkzeug benötigt, sorgt der vorab bestückte Werkzeugspeicher in knapp 3 Sekunden für einen schnellen Wechsel. Der Stanzprozess muss dafür nicht mal angehalten werden.

Werkzeugkopf einer TRUMPF Laser-Stanz-Kombimaschine in der Nahaufnahme

Kleiner Fakt am Rande: Giovanni, Geschäftsführer von merath metallsysteme, liebt es, das hämmernde Geräusch unserer Stanzmaschinen zu hören. Für ihn ein Zeichen, dass wir für unsere Kunden schicke Gehäuse bauen und präzise Teile fertigen. Wir sagen: That’s Amore!

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